Inklusion

Inklusion braucht Zeit und muss über Jahre wachsen

Staatsministerium verleiht der Grundschule Grafenwöhr sowie der Mittelschule Grafenwöhr das  Profil „Inklusion“

Am 10. September 2018 nahm Rektor Thomas Schmidt aus den Händen des damaligen Kultusministers Bernd Sibler und der Staatssekretärin Carolina Trautner das Profil Inklusion für die Grundschule Grafenwöhr entgegen. Mit nach München ans Kultusministerium reisten Schulamtsdirektorin Elisabeth Junkawitsch und von der Regierung der Oberpfalz Ltd. Regierungsschuldirektor Stefan Fricker (Sachgebietsleitung 4.1.).

Schulen mit dem Profil Inklusion gibt es in den verschiedenen Schularten. 1918 kamen neu 14 Grundschulen, 11 Mittelschulen, 4 Realschulen, 1 Gymnasium, 14 berufliche Schulen aus dem Regelschulbereich (9 Berufsschulen, 3 Fachoberschulen und 2 Berufsfachschulen) sowie 14 Förderschulen, darunter 5 Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung, dazu.

Link zur Presseerklärung des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bereits am 11. November 2013 waren Vertreter des Sonderpädagogischen Förderzentrums Eschenbach, Frau Schulrätin Christine Söllner und der damalige Rektor der Grund- und Mittelschule Grafenwöhr, Gerhard Götzl zur Urkundenverleihung Profil „Inklusion“ in das Staatsministerium für Bildung und Kultus in München eingeladen.

Insgesamt wurden damals 35 Grund- und Mittelschulen, einem Gymnasium und 3 Realschulen das Profil „Inklusion“ verliehen. Staatssekretär Georg Eisenreich überreichte den Schulleitern die Urkunden.

Allgemeines Bildungsziel

Inklusion ist Menschenrecht und damit allgemeines Bildungsziel einer demokratischen Gesellschaft. Inklusion braucht Zeit und muss über Jahre wachsen. Das gilt auch für ein inklusives Schulsystem, in dem alle Menschen mit und ohne Behinderung von Anfang an ihren gleichberechtigten Platz finden können. Bildung ist die Grundlage für mehr soziale Gerechtigkeit.

Inklusion soll das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne besonderen Förderbedarf zum Regelfall machen.

Die Anfänge der Inklusion reichen in Grafenwöhr zurück in das Schuljahr 2010 / 2011, als in Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Eschenbach zwei Kooperationsklassen einrichtet wurden.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Die Grafenwöhrer Schulen arbeiten bereits seit über 18 Jahren in verschiedenen Bereichen enger mit dem Förderzentrum Eschenbach zusammen.

Profil „Inklusion“

Auf der Grundlage eines gemeinsamen Bildungs- und Erziehungskonzeptes in Unterricht und Schulleben werden an diesen Schulen Lernen und Erziehung auf die Vielfalt der Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ausgerichtet. Die Verleihung dieses Profils bedeutet, dass nun mehr auch Schülerinnen und Schüler in den Klassen der Mittelschule verstärkt gefördert werden können.

Das Profil „Inklusion“ beinhaltet für die Schule die Zuteilung zusätzlicher Lehrerstunden zur Förderung und Differenzierung in kleineren Gruppen, sowie die Anwesenheit einer speziell ausgebildeten Kollegin des Förderzentrums Eschenbach. Diese Kollegin unterrichtet entweder gemeinsam im Tandem mit den Kollegen der Mittelschule in der Klasse oder in differenzierender Form in einem anderen Raum. Außerdem steht sie zur Beratung der Eltern und des Kollegiums der Mittelschule in besonderen Fragen bereit.

Inklusion braucht Zeit, darin sind sich mittlerweile alle an Inklusion Beteiligten einig.